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Zoo Tycoon – Dinosaur Digs Add-On

Bereits im vergangenen Jahr konnten die Tierliebhaber unter den PC-Spielern in Microsofts Zoo Tycoon ihre eigenen Wildparks aufbauen und zum Erfolg führen. Um die grosse Fangemeinde, die sich rasch um Zoo Tycoon bildete nicht einschlafen zu lassen, legten Microsofts Entwickler von Blue Fang Games im Laufe der Zeit noch eine Handvoll kostenlose Erweiterungen zum Spiel nach, die sich komfortabel in das Spiel einbinden ließen. Da mit dem Hauptprogramm und im Rahmen des Konzepts bereits so ziemlich jeder Aspekt eines modernen Wildparks ohne einen abschreckenden Funktions-Overkill simuliert wurde, war hier die Kreativität der Entwickler gefragt, um eine von den Fans vielfach geforderte und inhaltlich spielenswerte Erweiterung zum Hauptprogramm zu entwickeln. Ob der in Boston / Massachusetts beheimateten Spieleschmiede dies mit der kürzlich erschienenen Spielerweiterung gelungen ist, haben wir während eines ausführlichen Probespiels für Sie herausgefunden.

Wie schon im Hauptprogramm Zoo Tycoon gilt es auch mit der installierten Spielerweiterung Dinosauer Digs, einen unter wirtschaftlichen Aspekten und als Voraussetzung für glückliche Tiere und damit auch zahlungswillige Besucher aufgrund artgerechter Tierhaltung funktionierenden Zoo aufzubauen. Während im Hauptprogramm der übliche Tierbestand eines großen Wildparks zur Verfügung stand, stehen in der Spielerweiterung nun auch mit Hilfe der Genforschung geklonte, prähistorische Dinosaurier zum Aufbau des Parks zur Verfügung. Um die mehr als zwanzig neuen Biester, die vom intelligenten Jäger, dem Velociraptor bis zum haushohen Tyrannosaurus Rex reichen, während der sechs neuen Szenarien adäquat unterbringen zu können, stehen neue Hochsicherheits-Gehegetypen sowie die Möglichkeit bereit, Spezialisten für die Betreuung der Viecher anzuwerben. Zwar steht der erweiterte Programmumfang nun in allen Szenarien und dem freien Spiel zur Verfügung, wirklich gefordert werden Aufzucht und Pflege der Dinosaurier jedoch nur in den sechs neuen Szenarien der Spielerweiterung, die nach und nach durch Erfolge in den vorhergegangnen Szenarien frei geschaltet werden. Ein interaktives Tutorial führt den Spieler sehr gut in die neuen Spieloptionen ein.

Neue Betätigungsfelder für ambitionierte Zoo-Tycoons:

Wie schon im Hauptprogramm, gilt es auch bei Dinosaur Digs, als Designer des Wildparks beim Aufbau auf artgerechte und zugleich sichere Gehege zu achten. Hierzu können in den Gehegen Höhenunterschiede, Gehegeböden sowie Pflanzen, Unterschlüpfe, Bewässerung und allerlei neue Unterhaltungsmöglichkeiten für die Tiere eingearbeitet werden. Durch clevere
Budgetplanung ist die Erforschung immer neuer Tierarten, Gebäudetypen, Mitarbeiterschulungen und medizinischer Fortschritte möglich, die sich bei überdachtem Einsatz schnell rentieren. Bevor Dinosaurier geklont werden können, braucht es generalstabsmäßig geplante Investitionen in die richtigen Forschungsbereiche, um später etwa ein Ei eines Dinos in den Gehegen ablegen zu können, das dann von Wissenschaftlern ausgebrütet wird. Bis auf diese Weise Mammuts, urzeitliche Wollnashörner oder gar ein Tyrannosaurus Rex den Besuchern atemloses Staunen abverlangen, vergeht einige Zeit.

Doch vor allem in der Anschaffung und im Unterhalt sind die Dinosaurier sehr viel teurer als die Tiere im Hauptprogramm. Neben den teuren Hochsicherheits-Gehegebauteilen brauchen ambitionierte Tycoons für Notfälle, in denen die Viecher ausbrechen, auch ein Dinosaurier-Bergungsteam, das die wilden Raubtiere notfalls mit dem Hubschrauber aus der Luft ruhig stellt und den Rest den Wissenschaftlern am Boden überlässt. Im Freien Spiel dürfen außerdem versuchsweise unterschiedliche Tierarten in den gleichen Gehegen untergebracht werden. Bei Versuchen dieser Art wartet die eine oder andere Überraschung auf den Spieler.

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Um beim Aufbau keine Adoptionsverbote durch die Tierschutzbehörde oder eine Gefährdung der Zielvorgaben innerhalb der Szenarien zu riskieren, geben Tierpfleger und Wissenschaftler auf Abruf Tipps zu besseren Gestaltung der Gehege. Gelingt es durch Gestaltung der Gehege die Tiere zufrieden zu stellen, winken obendrein Preise für artgerechte Tierhaltung. Um die Wildparks bei allem für die Tiere gebotenen, kostspieligen Komfort rentabel zu halten, ist der Spieler als Manager dringend auf die Einnahmen der neuen Attraktionen wie etwa dem Dino-Kino angewiesen und kann beim Aufbau ständig auf das Feedback der Besucher zurückgreifen. Ein Wildpark mit glücklichen Tieren und einem Haufen Sehenswürdigkeiten wie prähistorischen Pflanzen, Vulkanen, Teergruben und komfortabler Einrichtung hilft ungemein, dem Publikum das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Technik in Zoo Tycon

Optisch ist alles beim Alten geblieben. Aus der isometrischen 2D-Perspektive, die sich mehrfach zoomen und in alle vier Himmelsrichtungen ausrichten lässt, werden keine Revolutionen im Bereich der Grafikdarstellung geboten. Die Vielfalt der gebotenen Bauobjekte, Tiere und witzigen Gags vermag es aber dennoch, dem Spieler glaubhaft und übersichtlich das hektische Treiben in einem viel besuchten Wildpark zu simulieren. Besonders bei Animationen von Besuchern und Tieren haben sich die Entwickler sichtbar Mühe gegeben. Sehr schade und unverständlich ist es aber, dass einige grafische Fehldarstellungen, die schon vor einem Jahr im Hauptprogramm existierten, nach wie vor die ohnehin schon recht magere Optik schmälern.

Auch akustisch hat Dinosaur Digs kaum Neuerungen zu bieten. Neben einigen neuen Tierlauten und SFX bei Attraktionen werden nach wie vor nur äußerst magere Wortmeldungen der Besucher und brutzelnde Burger an den Imbisständen geboten.

Die Steuerung hingegen wurde in einigen Details überarbeitet und erlaubt nun eine sehr intuitive Verwaltung des Spielgeschehens. Nur dort, wo viele Bauobjekte nebeneinander platziert oder einzelne in dicht bebauten Gebieten entfernt werden sollen, ist die Handhabung recht hakelig ausgefallen, so dass die Ansicht mitunter mehrmals gewechselt werden muss, um einzelne Objekte selektieren zu können. Insgesamt und gerade aufgrund der sehr guten visuellen und logischen Zusammenführung der einzelnen Funktionen in den Menüs verdient die Steuerung jedoch unsere Teilnote „gut“.

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